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Die Sammlung der Stiftung zum Goldenen Leuen

Das Haus birgt eine einzigartige Privatsammlung aus Raritäten und Kuriositäten, die von drei Generationen der Diessenhofer Apothekerfamilie Brunner zusammengetragen wurden.

Das waren Jonas Friederich Brunner (1821 – 1898), sein Sohn Alfred Brunner (1861 – 1943) und sein Enkel Erwin Brunner (1892 – 1963).  

Seit 1975 wird die Sammlung von rund 2000 Objekten als Stiftung geführt und enthält Zinngeschirr, Münzen, kirchliche Gegenstände, klösterliches Kunsthandwerk, Zunftzeichen, Siegelabdrucke, Wappenscheiben. Zeugen der Bauausstattung stehen neben museal ausgestatteten Räumen. In der Bibliothek im 2. Obergeschoss steht ein Winterthurer Turmofen von Hans Heinrich III. Graf, deren Füllkacheln Szenen der menschlichen Lebensjahrzehnte illustrieren und durch Sinnsprüche kommentiert werden. In einer Wappenkartusche am Kranz ist die Inschrift: «Mathias Ruch / vnd Fr. Elisabetha / Mausin, sein Eh / gmahel. 1685». aufgemalt.

Im Erdgeschoss ist eine Hauskapelle mit barocken Altären und kirchlichen Gegenständen eingerichtet, dazu gesellt sich klösterliches Kunsthandwerk. Der Apothekerraum im 3. Obergeschoss bietet eine seltene Zusammenschau von Apothekerutensilien und allerlei Alchimistengerät. Die Wände der sogenannten «Bude» im 3. Obergeschoss wurden historistisch ausgemalt: Ein Efeublattfries leitet von einer Bemalung aus Hermelinimitation zu einer Bildzone über, die Szenen aus der Medizin, der Alchimie und aus der Physik zeigt.

u.a. von A. Raimann, Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Band 5, Basel 1992, S. 106–107.

8510 Frauenfeld

 

Die Sammlung ist kein öffentliches Museum, wird aber von der Stiftung für Führungen geöffnet.

Siehe auch  "Besucherinformationen" und "Veranstaltungen".